Soft-Skills: Eine Schlüsselkompetenz für den Erfolg im Beruf
Im Beruf stehen, heißt für den Arbeitenden immer auch mit anderen Menschen zusammenarbeiten. Das erfordert bestimmte Kompetenzen des guten Miteinanders und des rücksichtsvollen Umgangs. Diese Kompetenzen nennt man soziale Kompetenzen oder auch Soft Skills. Die wichtigsten Punkte der eigenen Soft Skills sind die Teamfähigkeit und die Motivation. Unter Teamfähigkeit versteht man die Kompetenz, gut und ohne große Probleme mit anderen Menschen zusammenarbeiten zu können. Unter Motivation versteht man die eigene Bereitschaft, sich intensiv in den Beruf einzubringen. Doch was heißt das konkret für den Arbeitsalltag?
Zu den notwendigen Soft Skills im Beruf zählt man u.a.:
- Pünktlichkeit: Von Arbeitnehmer wird erwartet, dass sie zum vereinbarten Zeitpunkt pünktlich mit der Arbeit beginnen und diese bis zum Ende des Arbeitstages fortführen.
- Zuverlässigkeit: Von Arbeitnehmern wird erwartet, dass sie Vereinbarungen einhalten, dass sie täglich und regelmäßig zur Arbeit kommen, dass sie im Krankheitsfall Bescheid sagen und das so früh wie möglich usw.
- Freundlichkeit: Von Arbeitnehmern wird erwartet, dass sie mit Vorgesetzten und Arbeitskollegen einen freundlichen Umgangston pflegen. Gehörlosen wird häufig vorgeworfen, dass sie zu direkt seien. Das ist womöglich ein Aspekt der Gehörlosenkultur. In der Arbeitswelt ist es hilfreich nicht so direkt zu sein, dass die Formulierung unverschämt klingt. Freundlichkeit ist eine sehr wichtig.
- Kommunikation: Von Arbeitnehmern wird erwartet, dass sie wichtige Dinge weitersagen bzw. besprechen. Aufgrund von Kommunikationshürden passiert das zwischen hörenden und gehörlosen Kollegen oft nicht intensiv genug. Es ist wichtig, am Arbeitsplatz praktische Kommunikationsmöglichkeiten für das Team einzurichten. Hörende Arbeitgeber müssen darüber informiert werden, dass Wege der Kommunikationserleichterung in der Firma wichtig sind.
Eine Möglichkeit ist z.B. ein Whiteboard für das Schreiben von kurzen Mitteilungen, ein Flipchart für Aufgabenlisten, ein DGS-Einsteigerkurs für die hörenden Kollegen, die Zusammenarbeit mit DGS-Dolmetschern usw.
- Interesse: Von Arbeitnehmern wird erwartet, dass sie sich interessiert in die Firma einbringen. D.h. auch, dass sie bereit sind, sofern es notwendig ist, sich weiterzubilden, sich voll Engagement in den Beruf einzubringen usw.
- Bedürfnisse: Es ist wichtig, dass Gehörlose den Arbeitgebern und Kollegen auf klare und freundliche Weise vermitteln und erklären, was sie brauchen (z.B. Infos per Mail, Dolmetscher in Teamsitzungen, Arbeitsassistenz usw.). Zahlreiche Arbeitsmittel werden vom Integrationsamt finanziert oder gefördert. Man muss sich nur darum kümmern. Ein gut ausgestatteter gesunder Arbeitsplatz ist die Voraussetzung für eine produktive Arbeit.
All diese und weitere Aspekte der sozialen Kompetenz sind für den eigenen beruflichen Erfolg wichtig.